Erinnern, verstehen, Verantwortung übernehmen - Gedenkveranstaltung zum 9. November im Albert-Schweitzer-Gymnasium Hürth verbindet Geschichte, Literatur und Klezmer Musik
Erinnern, verstehen, Verantwortung übernehmen - Gedenkveranstaltung zum 9. November im Albert-Schweitzer-Gymnasium Hürth verbindet Geschichte, Literatur und Klezmer Musik

Helmut Eisel & JEM – „KlezFire!“


Erinnern, verstehen, Verantwortung übernehmen

Mit einer besonderen Gedenkveranstaltung erinnert das Albert-Schweitzer-Gymnasium (ASG) Hürth in Kooperation mit dem Jazzclub Hürth am 9. November an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung und setzt zugleich ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus, Ausgrenzung und Menschenfeindlichkeit. Die Veranstaltung in der Aula des Gymnasiums findet im Rahmen der Jüdischen Woche des Rhein-Erft-Kreises statt. Historische Erinnerung, Literatur und Musik werden dabei bewusst miteinander verbunden.

Eine besondere Bedeutung kommt den Schülerinnen und Schülern des ASG zu. Sie sind an diesem Abend nicht nur Publikum, sondern gestalten die Veranstaltung selbst mit musikalisch, literarisch und durch ihre intensive Auseinandersetzung mit der Geschichte und der jüdischen Kultur.

Durch den Abend führt Kati Ulrich. Zu den Mitwirkenden gehören der Klarinettist Helmut Eisel mit seinem Trio, der Schriftsteller Carsten Henn von „Autor*innen gegen Rechts“, der Leiter des Hürther Stadtarchivs Michael Cöln sowie Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums.

Aus der Idee eines Klezmer-Workshop mit der Bläsergruppe des ASG mit dem bekannten Jazzklarinettisten Helmut Eisel https://helmut-eisel.de/ Helmut Eisel ist die Idee zu dieser Veranstaltung entstanden.

Programm

19.00 Uhr – Musikalische Eröffnung mit dem Helmut Eisel Trio 19.15 Uhr – Begrüßung und Einführung 19.25 Uhr – Vorstellung des Klezmer-Workshops mit Helmut Eisel 19.35 Uhr – Musikalischer Beitrag der Schülerinnen und Schüler 19.40 Uhr – Lesung mit Carsten Carsten Henn, „Autor*innen gegen Rechts“ 19.55 Uhr – Musikalischer Beitrag der Schülerinnen und Schüler 20.00 Uhr – Historischer Vortrag von Archivleiter Michael Cöln 20.15 Uhr – Musikalischer Beitrag der Schülerinnen und Schüler 20.20 Uhr – Schülerinnen und Schüler lesen Texte von Kurt Tucholsky 20.40 Uhr – Musikalischer Beitrag der Schülerinnen und Schüler 20.45 Uhr – Klezmer Konzert mit dem Helmut Eisel Trio ca. 21.30 Uhr – Schlusswort und Ende der Veranstaltung

Der 9. November – Erinnerung, die in die Gegenwart reicht!

Der 9. November nimmt in der deutschen Geschichte eine besondere Stellung ein. Für das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus steht insbesondere die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 im Mittelpunkt. Im gesamten Deutschen Reich wurden Synagogen zerstört und in Brand gesetzt, jüdische Geschäfte und Wohnungen verwüstet, Menschen misshandelt und ermordet. Tausende jüdische Menschen wurden verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt.

„Der 9. November fordert uns auf, Erinnerung nicht als etwas Abgeschlossenes zu betrachten. Für Schulen bedeutet Erinnerungsarbeit, jungen Menschen historisches Wissen zu vermitteln und sie zugleich darin zu stärken, Verantwortung für unsere demokratische Gesellschaft zu übernehmen. Wenn sich Schülerinnen und Schüler Geschichte durch Literatur und Musik selbst erschließen und gestalten, entsteht eine ganz andere Form des Verstehens“, betont Thorsten Jürgensen-Engl, Schulleiter des Albert-Schweitzer-Gymnasiums.

Die Initiative kam vom Jazzclub Hürth

Den Impuls für die Gedenkveranstaltung gab der Jazzclub Hürth e. V. Seit vielen Jahren verbindet den Verein und das Albert-Schweitzer-Gymnasium eine intensive Zusammenarbeit. Workshops und Begegnungen mit professionellen Musikerinnen und Musikern ermöglichen Jugendlichen Erfahrungen, die weit über den regulären Musikunterricht hinausgehen.

Aus dieser gewachsenen Zusammenarbeit entstand die Idee, die musikalische Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit dem Gedenken an den 9. November zu verbinden und gemeinsam mit weiteren Partnern ein Veranstaltungsformat zu entwickeln, das historische Erinnerung, Literatur und Musik zusammenführt.

„Uns war wichtig, eine Gedenkveranstaltung anzustoßen, bei der junge Menschen nicht nur im Publikum sitzen, sondern selbst beteiligt sind. Musik kann Menschen auf einer anderen Ebene erreichen. Wenn Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Helmut Eisel Klezmer erarbeiten, sich mit jüdischer Musikkultur beschäftigen und anschließend selbst auf der Bühne stehen, wird aus Erinnerung eine persönliche Erfahrung“, erklärt Günter Reiners vom Jazzclub Hürth.

Gerade diese Verbindung von kultureller Bildung und Erinnerungskultur ist ein wesentliches Anliegen der Veranstaltung. Die Geschichte soll nicht ausschließlich erklärt werden. Die Jugendlichen sollen Möglichkeiten erhalten, sich selbst mit ihr auseinanderzusetzen und eigene Ausdrucksformen zu entwickeln.

Ort: Aula des ASG Hürth am 09. Nov. 2026 Albert-Schweitzer-Gymnasium, Sudetenstraße 37, 50354 Hürth, Telefon: 02233-80550, E-Mail: sekretariat@asg-huerth.de Anlass: Gedenkveranstaltung zum 9. November Im Rahmen der Jüdischen Woche des Rhein-Erft-Kreises Initiative: Jazzclub Hürth e. V. in Zusammenarbeit mit dem Albert-Schweitzer-Gymnasium Hürth

Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten! Dankenswerterweise wird die Veranstaltung von der Dr. Heinz Lux Stiftung gefördert.